Was wir über Steinwolle gelernt haben

Nachdem wir Zwischensparrendämmung und Untersparrendämmung „durchgemacht“ haben, haben wir auch einiges über die Verarbeitung von Dämmwolle erfahren… Wenn ihr das Dämmwolle-Elend noch vor euch habt – vielleicht helfen euch ja einige dieser Tipps!

Was wir gelernt haben:
1. Steinwolle juckt wie irre.
Ernsthaft, die Frage ist nervig… Die Leute wollen immer wissen: „Habt ihr Glaswolle oder Steinwolle?“ – „Steinwolle.“ – „Ach soooo.“ – Nix ach so. Ist völlig egal. Juckt auch. Wie Sau. Denkt nicht es juckt nicht. Das tut es.

2. Jucken vs. Kreislaufkollaps
Die meisten Tage, an denen wir bisher gedämmt haben, war es um die 30 Grad. Blöd. Richtig blöd. Unangenehm wird das in jedem Fall. Man hat die Wahl – man kann lange Klamotten tragen. Klar. Dann hat man die ganzen Flusen die so abgehen nicht auf der Haut. Jedenfalls nicht überall. Unterm Dach fühlt man sich dann aber ständig wie vorm Kreislaufkollaps.
Am Ende haben wir uns für kurze Hosen und Shirts entschieden – lieber totkratzen, als totschwitzen. So ist es halt.

3. Wenn man Material da hat wo man’s braucht, liegt es immer im Weg.
Wie oft wir Packungen mit Dämmung von A nach B und wieder zurück geräumt haben oder über stapelweise Dachlatten gestiegen sind – ich kann es schon nicht mehr zählen. Man braucht es immer woanders, als da wo es liegt. Also ein aufgeräumtes Dachgeschoss ist für die Arbeit echt zu empfehlen.

4. Duschen zwecklos
Steinwolle-Flöhe sind echt eine Pest. Auch nach mehrfachem Duschen hat man das Gefühl, dass man immer noch irgendwo etwas pieksen merkt. Ein Tipp der zumindest ein wenig Linderung bringt: Nach dem Arbeiten zunächst kalt abduschen und mit der Handkante vorsichtig über die Haut streichen. Wenn man gleich warm duscht, öffnen sich die Poren der Haut und das Zeug hakelt sich noch besser fest. Also Zähne zusammenbeißen und erstmal kaltes Wasser drüber.

5. Mundschutz – mit Ventil!
Ja, mit Ventil kosten die Masken ein paar wenige Euros mehr. Aber ganz ehrlich: Wir haben beides ausprobiert, und mit Ventil ist einfach um Welten besser und seine zwei, drei Euro mehr auch Wert. Für Brillenträger sowieso alternativlos. Also: Nicht am Mundschutz sparen!

6. Messer für Dämmwolle
Auch diese Ausgabe hat sich gelohnt, die großen Dämmwolle-Messer mit kleiner und großer Zahnung sind am Ende doch „bequemer“ zu handhaben, als ein einfacher Cutter. Kostet ja nicht die Welt…

7. Aktion „Saubere Baustelle“
Auch hier hat sich unser Kärcher Staubsauger wirklich bewährt. Wenn man regelmäßig damit die Dämm-Flusen und den Sägestaub von den Dachlatten wegsaugt, wird es deutlich erträglicher. Lieber einmal mehr saugen, und schon ist es ein bisschen weniger eklig.

Wir sind jedenfalls extrem froh, dass es bis auf klitzekleine Kleinigkeiten jetzt schon an den Trockenbau geht.

Falls ihr den Dachausbau noch vor euch habt: Viel Glück 😉

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